
Ungereimtheiten
bei
Gehaltsabschluss
der
Landesbediensteten
„Was ist faul am Gehaltsabschluss der Landesbediensteten?“, fragt der Obmann der Unabhängigen und Freiheitlichen Personalvertreter (AUF) Dr. Andreas Skorianz. Seit Tagen bemühe sich die AUF die geschlossene Vereinbarung auch in schriftlicher Form zu erhalten. Niemand könne oder wolle diese Vereinbarung zeigen. „Was steht also in dieser Geheimvereinbarung?“, wundert sich Skorianz. Die anfängliche Euphorie über den Gehaltsabschluss sei daher mittlerweile der Ernüchterung gewichen. Es stelle sich nämlich nach und nach heraus, dass die vom ZPV Obmann und dem Verhandlungsteam verbreiteten Jubelmeldungen so nicht stimmen können, sagt Skorianz. Die AUF konnte nämlich folgendes in Erfahrung bringen:
- Die Vereinbarung, wonach es für die nächsten Jahre keine Verschlechterungen geben darf, soll es nicht geben.
- Die Rücknahme der Tagespauschalenregelung soll nur für den Bereich der Straßenmeistereien – und nicht für alle Landesbediensteten - gelten. Dies wurde freilich von der AUF schon anlässlich des Oktoberfestes im Straßenbauamt Klagenfurt am 21.10.2011 mit Landesrat Dobernig so vereinbart und ein diesbezüglicher Auftrag zur Änderung ist bereits vor den Gehaltsverhandlungen erfolgt, hätte also auch nicht verhandelt werden müssen.
- Die Gehaltserhöhung für das Jahr 2012 soll exakt dem Bundesabschluss – und nicht darüber - entsprechen.
Von Seiten des Landesdienstes habe es kein Mandat für einen Abschluss 2013 und 2014 gegeben, betont Skorianz. Dies könne nur dann mitgetragen werden, wenn dafür tatsächlich jede weitere Verschlechterung für diese Jahre ausgeschlossen sei. Zu Aufklärung der Ungereimtheiten hat die AUF daher heute die Einberufung einer Sondersitzung der Personalvertretung verlangt, schloss Skorianz.
